Das Team T3 Motorsport wurde erst Ende 2018 gegründet, ist also eine der jüngsten Mannschaften im ADAC GT Masters. Doch die Dresdener wussten von Beginn an, was sie mit ihrem Engagement im Motorsport bezwecken möchten: Neben der gezielten Nachwuchsförderung sollte der bunte Audi R8 LMS auch als rollendes Testlabor genutzt werden. Mit Meyle konnte dafür der perfekte Partner gefunden werde, der auch an diesem Wochenende auf dem Red Bull Ring wieder wertvolle Erkenntnisse gewinnen konnte.

Meyle ist ein Hersteller von Autoteilen für den sogenannten Aftermarket, seine Kernkompetenz sieht das Hamburger Unternehmen in den Bereichen Fahrwerk, Lenkung, Bremse, Kühlung und Lkw-Teile. „Unser Ziel ist, Teile von großer Qualität und hoher Lebensdauer herzustellen“, erklärt Marc Erdmann, Ingenieur bei Meyle und an der Rennstrecke auch als Renningenieur für T3 Motorsport im Einsatz. „Natürlich können wir unsere Entwicklungen unter Laborbedingungen testen, aber ein Test unter realen Bedingungen ist immer etwas anderes. Und auf der Rennstrecke ist es sogar ein Test unter extremen Bedingungen, hier können wir bis in den Grenzbereich vordringen. Wie rechnen allein an einem Rennwochenende mit einer Bauteilbelastung, die in etwa der eines gesamten Jahres in einem Straßenfahrzeug entspricht.“ Und noch ein weiterer Aspekt ist für Erdmann von Bedeutung: „Neben den Datenmengen, die wir aufzeichnen, ist auch das subjektive Feedback der Rennfahrer sehr wichtig für uns.“ Auch Tobias Paul, technischer Leiter von T3 Motorsport, ist von der Zusammenarbeit überzeugt: „Wir unterstützen uns gegenseitig; es ist eine Win-Win-Situation und deutlich mehr als ein normales Sponsoring.“

Gemeinsam wollten sie nun beim Debüt von Neuling William Tregurtha im ADAC GT Masters für gute Rennergebnisse sorgen. Auf dem Red Bull Ring konnte der Brite mit Rang 13 im ersten Qualifying überzeugen; am Ende vom Lauf eins stand Platz 19 auf dem Konto der jungen Paarung William Tregrutha / Maximilian Paul. „Es hat richtig viel Spaß gemacht. In diesem Feld sind viele große Namen am Start und wir hätten die Top Ten erreichen können. Leider waren wir in der Boxengasse etwas zu schnell und haben eine Durchfahrtsstrafe bekommen, die uns einige Positionen kostete“, erklärte Will nach dem Rennen.

Einen Tag später war das Rennen für Startfahrer Max schon nach der ersten Kurve beendet. „Ich wurde auf die Kerbs gedrückt und dadurch langsamer. Von hinten kam dann Aidan Read und hat mich umgedreht, bevor noch zwei nachfolgende Fahrzeuge in meins gefahren sind“, war Max enttäuscht. Das Wochenendfazit von Stefan Jugel, Geschäftsführer von T3 Motorsport, war dennoch positiv: „Zuerst einmal sind wir sehr glücklich mit Will, er hat seine Klasse auf Anhieb unter Beweis gestellt. Der Fehler in Lauf eins war zwar schade, ändert aber nichts daran, dass wir hier unsere bisher beste Leistung gezeigt haben. Der Unfall von Max in Lauf zwei war für ihn leider nicht zu verhindern.“